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Musikum Altenmarkt - Chronik

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag in Altenmarkt die musikalische Ausbildung in der Hand verschiedener Musikanten des Ortes. Besondere Verdienste erwarben sich dabei die Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle.

1968 machten sich einige Altenmarkter daran, die musikalische Ausbildung in geordnete Bahnen zu lenken.

Im Jänner 1969 leitete eine Initiative von Otto Rettenwender sen. (Schneidermeister) die Gründung der Musikschule ein. Die Gründungsversammlung war am 11. Jänner 1969 im Sitzungssaal des Gemeindeamtes. Herr Oberschulrat Johann Schober, Gemeinderat, Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle und Kirchenchorleiter, hatte den Vorsitz. Er vertrat den damaligen Bürgermeister, Herrn Matthäus Steffner. Prof. Leo Ertl (Direktor des Salzburger Musikschulwerkes und Militärkapellmeister), Regierungsrat Josef Resl und Prof. Bernd Kohlschütter (Geschäftsführer des Salzburger Musikschulwerkes) waren für das Salzburger Musikschulwerk anwesend. Altenmarkt wurde außer von Oberschulrat Johann Schober noch von Franz Haitzmann (Hauptschullehrer), Hans Hammerl (Kooperator), Georg Höll (Hauptschullehrer) und Otto Rettenwender vertreten. Otto Rettenwender übernahm die Leitung der neu gegründeten Musikschule, und mit ihm unterrichteten im ersten Jahr die oben genannten Altenmarkter.

           
Musikerausbildung mit OSR J. Schober, M. Rainer und I. Kohlweiß um 1950


Schlagwerkunterricht von Max Huber, 1974/75

Der neuen Zweigschule des Salzburger Musikschulwerkes gehörten acht Gemeinden der Umgebung an: Altenmarkt, Eben, Flachau, Hüttau, Kleinarl, St. Martin, Wagrain und Untertauern.

Bereits im Februar 1969 begann die Ausbildung von 57 Schülern auf folgenden Instrumenten: Akkordeon, Gitarre, Hackbrett, Klarinette, Posaune, Trompete und Zither. Das Bedürfnis der Bevölkerung war sehr groß, den Kindern das Erlernen eines Instrumentes zu ermöglichen. So ergab sich ein steter Aufwärtstrend mit bis über 200 Musikschülern. Das Lehrerkollegium umfasste während dieser Zeit 23 Personen.

         
Klarinettenunterricht mit Hansjörg Oppeneiger, 1974/75
> Hörprobe der Klarinetten


Franz Haitzmann probt mit Jungmusikern, 1974/75
> Hörprobe der Jungmusiker

Jedes Jahr am Ende eines Schuljahres wurden Schlusskonzerte aufgeführt. Die ersten Veranstaltungen fanden im alten Kino (Spielhaus) statt. Später übersiedelte man zum Markterwirt und in die Aula der Volksschule. Später wurde der große Turnsaal der Hauptschule benützt.

In den siebziger und achtziger Jahren leitete Prof. Bernd Kohlschütter eine große Streicherklasse. Er setzte die Streichertradition von Oberschulrat Johann Schober in Altenmarkt fort. Im Bundesland Salzburg gab es nur wenige Orte, in denen eigene Streicher zur Verfügung standen. Mit seinem Orchester und der Gesangsklasse von Margarete Kiessel führte er zwischen 1980 und 1987 einige Opern im Flachauer Kultursaal und im Turnsaal der Hauptschule Altenmarkt auf. Darunter waren sieben Werke von Wolfgang Amadeus Mozart ("Zauberflöte", "Entführung aus dem Serail", ...).

                       

Die Bühnenbilder entwarf und baute seine Frau, Krista Kohlschütter. Das Orchester wurde zum Großteil aus Altenmarktern gebildet. Verstärkung kam von Musikern aus Salzburg. Mit seinen Streichern gestaltete Prof. Kohlschütter viele kirchliche und weltliche Festlichkeiten in Altenmarkt.

Nach einer Reform des Musikschulwerkes erhielt die Zweigschule Altenmarkt 1986 den Namen Musikschule Pongau III. Der Sprengel Pongau III setzt sich seit diesem Zeitpunkt aus sechs Gemeinden zusammen: Altenmarkt, Eben, Flachau, Hüttau, Kleinarl und Wagrain.

Otto Rettenwender ging am 1. Februar 1992 in den verdienten Ruhestand. Kapellmeister August Jäger aus Radstadt wurde als Leiter der Musikschule Pongau II vorübergehend auch mit der provisorischen Leitung unseres Sprengels betraut. Seit 1. Oktober 1993 führt Hansjörg Oppeneiger MA (Musikschul- und Hauptschullehrer) die Musikschule.

1994: 25 jähriges Jubiläum der Musikschule - Konzert im Musikheim in Altenmarkt

          
von links: Musikschulleiter Otto Rettenwender sen., Bürgermeister Matthias Rainer, Direktor Bruno Steinschaden, Geschäftsführer Friedrich Holzleitner, Betriebsrat Baldur Pauß und Dechant Johann Tranninger

Im Oktober 1993 erhielt die Musikschule im Gebäude der Hauptschule Altenmarkt einen eigenen Raum als Büro zugewiesen. In Folge einer Verwaltungsreform wurde im Februar 1999 Inge Oppeneiger als Sekretärin angestellt.

Seit dem Februar 2004 wird die Musikschule unter dem Namen Musikum Altenmarkt geführt. Mit großer Freude konnten eigene Unterrichts-, Veranstaltungs- und Verwaltungsräume im Volksschulgebäude Altenmarkt bezogen werden. Die Einrichtung der Räumlichkeiten wurde unter dem Gesichtspunkt moderner und zukunftsweisender Technologie und Funktionalität ausgesucht und verwirklicht.

Im Schuljahr 2013/14 werden 391 SchülerInnen von 19 Lehrenden unterrichtet.

Die Musikschule bietet durch ihr umfassendes Bildungsangebot einen ganzheitlichen, ergebnis- und erlebnisorientierten Unterricht an, der die Schüler zu selbständigem und kreativem Umgang mit Musik führt.

Das Musikum ist traditionsbewusst und zukunftsorientiert. Wir schaffen als Kulturträger die Voraussetzung für ein gut funktionierendes Bildungs- und Kulturnetzwerk. Das Musikum fördert die ganzheitliche Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch Musik und zur Musik mit hoher pädagogischer und künstlerischer Kompetenz.

        

Die Gründung der Musikschule wirkte sich auf das kulturelle Leben in Altenmarkt und Umgebung sehr positiv aus. Die Trachtenmusikkapellen und die Kirchenchöre können Musikanten und Sänger ausbilden lassen. Die Bevölkerung, vor allem aber die Jugend, erhielt die Möglichkeit aktive Freizeitgestaltung durch gemeinsames Musizieren zu betreiben, wie zum Beispiel in Volksmusikgruppen, Stubenmusiken, Jazzformationen, Popensembles, Tanzmusikgruppen, usw.
08.07.2016 · Inge Oppeneiger · Musikum Altenmarkt
Salzburg - Land / Stadt / Gemeinden