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Elementares Musizieren ...
... vor, während und nach der Coronakrise
Youtube-Videos zum Elementaren Musizieren
> Die Fachgruppe Elementares Musizieren am Musikum
> Elementares Musizieren am Musikum
Die Elementare Musikpädagogik (EMP) hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem vielseitigen und facettenreichen Fachbereich entwickelt. Mit der Überarbeitung des KOMU-Lehrplans 2018/19 (Konferenz der Österreichischen Musikschulwerke) gehören nun veraltete Fächerbezeichnungen wie „musikalische Früherziehung“ oder „musikalische Grundausbildung“ der Vergangenheit an.

Das Angebot der EMP reicht von der Eltern-Kind-Gruppe über Elementares Musizieren mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Senior/innen und Menschen mit Behinderung bis zu speziellen Schwerpunkten wie Percussion, Singen oder Tanz …

In den letzten Jahren wurden am Musikum erfolgreich neue Wege mit kooperativen Unterrichtsmodellen an Schulen und Kindergärten wie etwas das „ganzheitliche Musizieren“ (GMU) oder das „klingende Klassenzimmer“ (KLIKLA) eingeschlagen. Dabei scheint es uns immer wieder wichtig zu betonen, dass das „Elementare“ keinesfalls mit dem „Einfachen, Kleinen“ gleichgesetzt werden kann. Ganz im Gegenteil! Elementares Musizieren ist in unserem Sinne als „fundamental“ und in seiner Ausführung als hochkomplex zu verstehen, denn:

„Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist mit Bewegung, Tanz und Sprache verbunden, sie ist eine Musik, die man selbst tun muss, in die man nicht als Hörer, sondern als Mitspieler einbezogen ist. (…) Elementare Musik ist erdnah, naturhaft, körperlich, für jeden erlern- und erlebbar, dem Kinde gemäß.“

In diesem beliebten Zitat von Carl Orff wird auch schon die Schwierigkeit deutlich, die unsere Fachgruppe mit Beginn des „Lockdowns“ traf: Elementares Musizieren lebt vom Miteinander, entsteht im Prozess, braucht das Gegenüber, um erlebbar zu werden. Sich dieser Schwierigkeit bewusst, stellten sich die Pädagog/innen der Elementare Musikpädagogik der Herausforderung Distance Learning - und es entstand eine Vielzahl an Mitmach-Videos, Singalongs und musikalisch-tänzerischen Anregungen fürs Zuhause. Sogar die „Tanzstunde via Livestream“ wurde direkt aus der Fiktion in unsere Wohnzimmer integriert. Nach wochenlangem Distance Learning wurde der Wunsch nach direktem Kontakt und analogem Unterricht immer stärker. Die Lockerungen der Bundesregierung zum 3. Juni machten es möglich, ab da wieder „analog“ unterrichten zu dürfen - auch wenn dies mit stark reduzierten Gruppengrößen und speziellen Hygienevorschriften verbunden war.

Für den Herbst wünschen sich alle Lehrende, wieder in gewohnter Unterrichtsform starten zu können, sind allerdings auch auf Einschränkungen vorbereitet. Was bleibt aus dieser Krise? In erster Linie die Bestätigung, wie sehr elementares Musizieren von der Begegnung lebt, aber auch die Erfahrung, dass Musik in Krisenzeiten stabilisierend und gesundheitsfördernd wirkt, und zur Not auch digitale Brücken schlagen kann.
15.06.2020 · Günter Schaufler · Musikum Landesdirektion
Salzburg - Land / Stadt / Gemeinden